Schwein im Glück

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Glück hatten wir ja schon viel auf unserer Reise. Aber soviel Schwein wie auf Tonga hatten wir noch nie. Es ist herrlich: wo immer man den Fuß an Land setzt, tollen sie herum: kleine Schweinchen, große Schweine, schwangere Sauen, säugende Muttersauen, zufrieden grunzende Eber, rosa, schwarz, zweifarbig, eines hübscher als das andere.

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Beim Fahren mit dem Mietwagen müssen wir aufpassen, nicht nur wegen des ungewohnten Linksverkehrs, sondern weil immer wieder Schweine über die Fahrbahn hoppeln, nicht selten rennt ein kleiner Nachzügler noch im letzten Moment hinterher. Denn Schweine sind hier weder eingesperrt noch (wie auf den Marquesas) am Hinterbein mit einem Strick festgebunden. Sie laufen frei herum. Überall.

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Schwein sein auf Tonga ist ein Traum. Man darf alles tun, was einem Schwein Spaß macht. In kleinen Gruppen zusammenstehen und grunzen. Sich in der Erde wühlen. An einem Baum reiben. Spielen, quieken, fressen, was herumliegt oder wächst. OK, am Ende wird man selbst gegessen. Aber bis dahin ist echt alles prima.

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Die Schweine kamen zusammen mit den ersten Siedlern aus Südostasien rund 4000 v.Chr. in die Südsee. Im Rahmen der Entwicklungshilfe hat Japan vor ein paar Jahren Zuchtschweine nach Tonga gebracht, die einen längeren Oberkörper und damit mehr Fleisch als die ortsansässigen Schweine haben. Bevor diese aber den Genpool aufmischen konnten, wurden die Zuchtschweine von den Tonganern einfach aufgegessen – sie hatten schließlich mehr Fleisch.

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Seither ist das Schwein auf Tonga wieder ungestört.

pigradio