Yonabaru, Okinawa

Gleich nachdem wir die Papiere im Büro der Marina ausgefüllt haben und Henry Asano, der Hafenmeister, uns auf einem Stadtplan gezeigt hat, wo wir einen Geldautomaten finden und wo einen Supermarkt, machen wir uns auf, die Stadt zu erkunden. Mit Schirm und Regenjacke, denn es regnet immer noch. Das macht uns nicht viel aus, wie freuen uns, dass wir endlich ein paar Schritte gehen können und sind ganz aufgeregt und gespannt, ist es doch der erste Landgang in Japan! (Die paar Schritte am Pier im Industriehafen in Naha zählen nicht wirklich.)

Auf den ersten Blick sieht alles sehr vertraut aus, eine ruhige Kleinstadt, die es in Deutschland so auch geben könnte, aufgeräumt, mit modernen mehrstöckigen Appartement-Blocks, Reihenhäusern, dazu Parks mit Spielplätzen, Schulen, Kindergärten, Handwerksbetrieben, ein Einkaufszentrum gleich gegenüber der Marina. Ein Fluss schlängelt sich durch den Ort, darüber ein paar schöne Brücken. Hier und da versteckt sich noch ein älteres Haus aus Holz, mit Schiebetüren und pagodenartigem Ziegeldach. Wir sind eindeutig wieder in einem westlich geprägten Land unterwegs. Und doch gibt es Unterschiede: angefangen von den japanischen Schriftzeichen, dem Linksverkehr auf den Straßen, dem Essen, der Kultur bis zu den Menschen, die uns auch hier freundlich zunicken, wenn wir vorbei gehen. Und so Vieles mehr, das wir in den nächsten Tagen und Wochen noch entdecken und bestaunen werden!

Mit den Fahrrädern, die wir von der Marina kostenlos ausleihen können, fahren wir in den nächsten Tagen die Sehenswürdigkeiten der Stadt ab, die in der englischsprachigen Informationsbroschüre aufgeführt sind. Dazwischen halten wir an und schauen uns kleinere Läden mit Kunsthandwerk an, fragen in einem Handyshop nach Sim-Karten und suchen uns zum Mittag- oder Abendessen eines der vielen Nudelrestaurants aus. Und natürlich gehen wir auch in den großen Baumarkt im Einkaufszentrum gleich bei der Marina und laufen die Regale sorgfältig ab, um zu sehen, was es alles gibt und was wir davon fürs Schiff gebrauchen könnten. In den nächsten Tagen haben wir Glück mit dem Wetter: die Sonne scheint, Yonabaru zeigt sich von seiner gemütlichen Seite, eine Stadt, die für sich wirbt mit dem Slogen: „Enjoy the retro feel and charm of Yonabaru“ – genieße den Retro-Gefühl und den Charme von Yonabaru. Ja wirklich, das tun wir!


Mit dem Fahrrad unterwegs, auch zur Wäscherei


Der „Farmers Market“, ein Supermarkt mit lokalen Produkten, Obst und Gemüse


Keramikladen


Kleine Löwen


Löwen bewachen fast jedes Haus

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