La Gomera

La Gomera ist nicht besonders groß, aus der Vogelperspektive gesehen rund, und erinnert an einen Kuchen in Scheiben unterteilt, die spektakulären Schluchten laufen alle in der Mitte zusammen. Die Wanderwege sind alle gut ausgeschildert, allerdings ist das Busnetz nicht so gut ausgebaut wie auf der Nachbarinsel, die Busse fahren nur wenige Male am Tag und es erfordert etwas Planung, wenn man ohne Mietwagen Wanderungen unternehmen möchte.

Erste Station ist die Ankerbucht bei Valle Gran Rey, hier bleiben wir ein paar Tage lang.

Zuerst sind wir mit dem Bus in die Inselhauptstadt gefahren, während diesen eineinhalb Stunden konnten wir die landschaftliche Vielfalt der Insel bestaunen: das Valle-Tal mit den vielen Palmen und teilweise noch bewirtschafteten Terrassen, der Nebelwald hoch oben, der Blick in zerklüftete Täler runter und auf der Ostseite der Insel kam Teneriffa in Sicht, ein tolles Panorama.

Das hat Lust auf mehr gemacht, also sind wir zu einer Wanderung durch den Nebelwald gestartet – Nebel gab es keinen, dafür aber angenehmen Schatten und das Moos an den Bäumen sorgte auch so schon für einen gespenstischen Eindruck.
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Wir hörten kleine Vögel zwitschern, suchten und sahen sie in den Zweigen hüpfen, Kanarienvögel vielleicht?
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Und als ausgewiesenes Naturschutzgebiet wird der Wald weitgehend sich selbst überlassen, also findet man viel Unterholz und etliche uns unbekannte Pflanzen.

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Als Einkehrmöglichkeit auf dieser Wanderung wurde ein Restaurant angegeben, das einfachste kanarische Küche anbietet: das tägliche Menü bei Dona Efigenia besteht aus einem Brei aus Gofio (geröstetes Maismehl) mit einer leicht pikanten Paprikasauce, einer Gemüsesuppe quer durch den Garten, die man drüber schöpft und dazu ein grüner Salat angereichert mit Avocados, Papayas, Bananen und Tomaten, mit einem Dressing aus Palmhonig. Einfach nur köstlich! Das Dessert kam ungefragt zum Kaffee dazu…
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Bei unserer zweiten Wanderung sind wir vom kleinen Örtchen Playa Santiago ein Stück weit in die Berge hoch gefahren, und sind den Barranco, also die Schlucht, wieder runter gewandert.

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Der Name des Örtchens Imada dort oben klingt nicht nur wie ein arabischer Frauenname, es mutet aus der Ferne leicht arabisch an, helle Häuser mit überwiegend Flachdächern, drumherum Palmen. Zuerst verläuft der Weg durch aufgelassene Terrassengärten, dann kommt ein Stück mit überhängendem Felsen, gut gesichert durch Seile am Rand.
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Und überall kann man noch die alten Wege sehen, die zu den Feldern führten, eine mühselige Arbeit war das früher, diese zu erreichen und zu bewirtschaften. Am Ende des Tages sind wir voller neuer Bilder im Kopf und freuen uns auf ein kühlendes Bad im Meer.
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